Day#104 / Timberline Trail Junction – Huckleberry Mountain Trail (km 3374-3411)

Wahrlich ein spannender und abwechslungsreicher Tag heute! Er beginnt sehr gemĂŒtlich kurz vor sechs Uhr mit einer schönen Morgenröte. Mount Hood‘s Spitze ist noch inWolken gehĂŒllt, es weht ein kalter zĂŒgiger Wind. So kalt – ich schĂ€tze um die sechs Grad – war es seit den Sierras nicht mehr. Um halb acht ziehe ich los in Richtung Timberline Lodge, mit etwas GlĂŒck werde ich mir ein PlĂ€tzchen fĂŒrs FrĂŒhstĂŒcksbuffet ergattern. Und ich habe Riesendusel, denn trotz kompletter erster Runde um 08:00 Uhr, was einem Warten bis 10:00 Uhr und damit unausweichlichen Verhungern gleichkommt, sind zuvorderst in der Reihe die zwei in Tehachapi kennengelernten Schweizer am Anstehen. Die Gruppe nimmt mich an ihren Achtertisch auf et voilĂ , das Schlemmen kann beginnen! 😋 Danach gibt‘s noch ein wenig Sightseeing, dabei finddn wir Johnny‘s Axt auf dem Film „The Shining“. ich mache mich nicht so gut als axtschwingender Helvete, beim netten Kollegen aus dem GraubĂŒnddn fliegen die Fetzen resp. liegen die Leiber
 ach, das ist ein anderer Film, verflixt, „Conan der Barbar“! 😂

Dann heisst es mal Kalorien verbrennen resp. ein paar Meilen hinter mich bringen. Dies gelingt wunderbar, denn der Trail geht stetig hoch und runter, immerzu thront Mount Hood ĂŒber mir. Nach sportlicher Querung des Zigzag-Rivers – hierbei lĂ€sst sich der Dayhiker vom Thruhiker schnell mal unterscheiden – nehme ich einen alternativen Trail zum PCT, der höher am Berg und damit oberhalb der Baumgrenze verlĂ€uft. Und ja, der Paradise Loop Trail gibt definitiv mehr her als der grĂŒne Tunnel!

Anschliessend geht es stetig bergab in Richtung Sandy River mit seinem breiten und geröllhaldenmĂ€ssigen Flussbett. Die Aussichten zwischendurch auf Mont Hood sowie seine steinigen, teils sandigen AuslĂ€ufer sind faszinierend. Nach einer gemĂŒtlichen Mittagspause um drei Uhr gönne ich mir den zweiten alternativen Weg zu den Ramona Falls. Wunderschön sind der Wasserfall sowie das darunterliegende wild anmutende TĂ€lchen, einzig der Wanderweg macht ein wenig auf Autobahn.

Nun folgt der letzte und wenig spektakulĂ€re Teil des Tages, wo es massig Höhenmeter hoch sowie runter zu meistern gilt; ein gutes Training fĂŒr Washington! Auf dem Grat des Bald Mountain ĂŒberrascht mich die Aussicht auf Mount Adams im Norden, der nĂ€chste Vulkan der Cascades, wow! Schliesslich stelle ich kurz vor Sonnenuntergang in einem völlig ĂŒbervölkerten Spot mein Zelt auf, denn weiter mag ich heute nicht mehr gehen, es stehen unmittelbar rund 5 Meilen massig Blowdowns bevor



2 Kommentare

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Wow, die Morgenröte ist ja echt der Hammer. Sagenhafte Bilder.
Und herzlichen GlĂŒckwunsch hat das mit dem FrĂŒhstĂŒck geklappt. Geile Bilder!
Ich nehme mal an, die Thruhiker schreiten einfach durchs Wasser, wĂ€hrend die Dayhiker versuchen, keine nassen FĂŒsse zu bekommen 😆😆
Was sind Blow Downs?

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