Der Tag beginnt prĂ€chtig, beim Morgenessen scheint mir sogar die Sonne ins Zelt. Ich starte um sieben Uhr durch den noch kĂŒhlen Wald, die Moskitos halten sich mehrheitlich noch zurĂŒck. Ich habe mir vorgenommen bis nach Sierra City zu kommen, denn da wartet mein Essenspaket auf mich. Aufgrund der ungĂŒnstigen Ăffnungszeiten des Post Office werde ich vielleicht auch schon vorher zelten, mal schauen⊠Mein Rucksack ist mit nur noch zwei Tagen Essen ziemlich geschrumpft resp. ĂŒberdimensioniert, werde mich mal fĂŒr einen kleineren umschauen, denn mit jedem eingesparten Kilo komme ich schneller oder weiter voran, und schone dabei meine Gelenke. Zu Beginn begegne ich mehreren Bovist-Pilzen, wenn ich nur wĂŒsste, ob sich diese verspeisen lassen, gebraten wĂ€ren sie sicher lecker! đ Ich fĂŒhle mich wie in der Schweiz, der Trail geht auf und ab wie im Emmental und die gebirgigeren Passagen Ă€hneln gewissen Abschnitten auf der Via Alpina in der Innerschweiz, nur ist alles natĂŒrlich viel weitlĂ€ufiger. Es lĂ€uft sich sehr einfach, zur ZnĂŒnipause habe ich bereits ĂŒber 15km auf dem ZĂ€hler. Schnelles Gehen fördert schnelles Denken, so bin ich mir heute viele Gedanken ĂŒber meine berufliche Zukunft am machen, eine schemenhafte Vorstellung zeichnet sich gewissermassen ab. Schon witzig, es ist erst das zweite Mal auf dem Trail, dass ich ĂŒbers Arbeiten nachdenkeâŠ











Von meinem Pausenplatz mit Ausblick auf zwei Seen geht es nochmal 15km bis zu meinem Lunch-Spot, dem Campground beim Jackson Meadows Reservoir. Der Trail dahin fĂŒhrt wiederum durch sehr blumiges Terrain hoch und runter sowie zum Schluss durch einen echt schönen Wald, der jedoch staubtrocken ist. Hoffentlich wird er in nĂ€chster Zeit nicht von einem Brand heimgesucht, er wĂŒrde brennen wie Zunder! Beim See angekommen gibtâs zuerst was zu essen, dann ein langes kĂŒhlendes Bad mit Hiker-WĂ€sche. Eigentlich wĂŒrde ich gerne hierbleiben, doch dann steht mir ein stressiger Folgetag bevor. Deshalb packe ich zusammen und marschiere noch bis zum Milton Creek, der sehr erfrischendes Wasser fĂŒhrt und bei dessen erster BrĂŒcke ich mein Zelt aufstelle. Kommende Nacht werde ich aufgrund des rauschenden Bachs sicherlich wundervoll schlafen könnenâŠ


























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2 Kommentare
KommentierenWow, was fĂŒr ein wunderbarer Tag. War das hier, wo wir uns geschrieben haben? War cool!
Geniesse diesen herrrlichen Abschnitt!
Jup, richtig, da habe ich dir geschrieben! đ