Mehrere Tage hochsommerliches Wetter waren angekĂĽndigt bis zum 1. August, was gibt es da besseres, als sich mit Sack und Pack ins kĂĽhle Aletschgebiet zu begeben und eine dreitägige Tour anzusetzen? Eben…
Fiescheralp – Bettmeralp (Tag 1)
FrĂĽh starten wir nach LĂ©onie’s 18. Geburtstag am nächsten Morgen in Richtung Wallis. Das heutige Tagesziel ist die Bettmeralp, die wir ĂĽber eine Wanderung von der Fiescheralp und Märjelensee erreichen wollen. Auf der Fiescheralp starten wir mit Nebel und kĂĽhlen Temperaturen, was wir fĂĽr den stetig steiler werdenden Aufstieg zum Märjelensee (wohlbemerkt ohne den Tunnel zu nutzen!) sehr begrĂĽssen.
Den bereits stattlich angewachsenen Wanderer- und Biker-Pulk bei der Gletscherstube umgehen wir elegant, indem wir uns frĂĽhzeitig auf einem schroffen Aussichtspunkt oberhalb Wenge einen Imbiss gönnen. Unterhalb des Stausees beginnt der imposante Trail mit herrlicher Aussicht ĂĽber den Aletschgletscher. Die Sicht ist perfekt und am Ende des Gletschers sind sowohl die Sphinx des Jungfraujoch als auch die SĂĽdseite des Eigers klar zu erkennen… ein vermeintlicher Katzensprung ins Berner Oberland! 🙂
Auf dem Hohbalm auf knapp 2’500m.ĂĽ.M. erreichen wir den höchsten Punkt unserer Wanderung und blicken auf den Bettmersee sowie die Bettmeralp hinab. Ein paar Serpentinen trennen uns noch vom schönen Hotel Waldhaus mit seinen frisch renovierten Zimmern und dem Hotpot auf der Dachterrasse… Entspannung pur!
Bettmeralp – Belalp (Tag 2)
Gut erholt machen wir uns am zweiten Tag unserer Wanderung nach einem reichhaltigen Frühstück auf den Weg über die Riederfurka nach Belalp. Etwas unspektakulär erreichen wir die Riederalp über den Herrenweg, doch Höhenmeter werden wir noch genügend absolvieren. Von der Riederalp geht es hoch zur Villa Casell, die man schon aus der Ferne auf der Riederfurka thronen sieht. Von da weg geht es quasi nur noch steil durch den Arvenwald in Richtung Gletschertor runter. Wo früher ein zeitraubender Übergang des Gletschers nötig war, kann heute mittels Hängebrücke ruck-zuck die Massa-Schlucht überquert werden. Die Hängebrücke an sich ist ein echtes Highlight dieser Wanderung.
Von da an geht es steil bergauf bis hin zum Hotel Belalp, wo wir uns auf der Sonnenterrasse und auf unserem Balkönchen von den Strapazen erholen. Ein gediegenes Nachtessen und eine himmlische Aussicht runden den Tag ab.
Distanz: 30.1km
Höhenmeter: 1’650m
Marschzeit: 9h25
GPS-Route: SchweizMobil
Beschrieb: Aletsch-Panoramaweg (Nr. 39), Etappe 2 (Abschnitt Märjelensee bis Hohbalm), Etappe 1 (Abschnitt Riederfurka bis Belalp)
Belalp – Eggerberg (Tag 3)
FĂĽr den dritten Tag unserer Tour sind wir lange unschlĂĽssig, was wir machen wollen. Auf den 1’000m-Abstieg ĂĽber die Nessel haben wir nicht so richtig Lust, darum flitzen wir schliesslich mit den Trottibikes ab der Gondeli-Station Belalp bis nach Blatten runter und laufen durch Blindetälli bis nach Geimen. Ab Geimen fahren wir mit dem Postauto nach Birgisch, um auf dem Steppen- und Föhrenweg die Suonen im Gredetschtal, das Safrandorf Mund als auch den Föhrenwald oberhalb Lalden zu sehen.
Fazit fĂĽr den dritten Tag: Landschaftlich ist alles bis auf den Strassenabschnitt zwischen Birch und Eggen top, die Wanderwege abwechslungsreich, aber es ist extrem heiss, die Nerven liegen blank! Zum GlĂĽck können wir uns im Intercity nach Bern mit einem kalten Hopfensirup etwas kĂĽhlen… 🙂
Distanz: 2.5km
Höhenmeter: 5m rauf / 290m runter
Marschzeit: 0h45
GPS-Route: SchweizMobil
Beschrieb: von Blatten nach Geimen durchs Blindtälli, Veros Hexenweg Blindtal
Distanz: 11.2km
Höhenmeter: 448m
Marschzeit: 3h30
GPS-Route: SchweizMobil
Beschrieb: von Birgisch nach Eggerberg, Walliser Steppen- und Föhrenweg (Nr. 188), Abschnitt Birgisch-Mund
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